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Rollkur – Was ist das? Die Geschichte der Rollkur Was ist erlaubt? Trainingsmethode oder Tierquälerei? Trainingsmethode oder Tierquälerei? Was sagt die FN zum Thema Rollkur?

Rollkur ist eine Trainingsmethode, die beim Dressur-, Spring- und Westernreiten zum Einsatz kommt. Dabei wird der Pferdekopf mithilfe der Zügel in Richtung Brust gezogen. Das Pferd wird gezwungen, den Hals in Richtung Brust „einzurollen“ und „beißt“ sich in die Brust.

Der Hals des Pferdes wird dabei stark überdehnt. Ein anderes Wort für Rollkur ist Hyperflexion.

Schon im 19. Jahrhundert beschrieb der französische Dressur-Meister François Baucher eine Methode, bei welcher der Hals des Pferdes stark gedehnt wird. Er nutze die kurzzeitige starke Dehnung zur Seite, um die Beweglichkeit des Pferdes für Seitengänge und Wendungen zu fördern.

 

Eine Dehnung nach unten lehnte er jedoch strikt ab. Die berühmteste französische Reitschule, die Cadre Noir im Westen Frankreichs, wendet Bauchers Methode noch heute an.

Seit einer Expertenanhörung im Jahr 2010 wird zwischen Hyperflexion ohne Kraftaufwand und Aggression des Reiters (LDR – Low, deep und round) und Halspositionen, die durch aggressive Kraft entstehen (Rollkur), unterschieden.

 

Die Rollkur ist bei internationalen Wettbewerben und auf dem Abreiteplatz gemäß der Internationalen Reiterlichen Vereinigung FEI verboten. Die FEI erlaubt hingegen LDR – allerdings nur zehn Minuten am Stück. Danach muss das Pferd eine Pause bekommen.

 

Eine Kontrolle in der Praxis ist allerdings schwierig. Meist beaufsichtigt nur ein Stewart den Abreiteplatz und muss zehn oder mehr Pferde beobacht

Befürworter der Rollkur berufen sich vorrangig auf zwei niederländische Studien aus dem Jahr 2006: Der Vergleich von Turnierpferden, die mit Rollkur trainiert wurden, und Freizeitpferden zeigt angeblich, dass die Herzfrequenz unter Anwendung der Rollkur nur leicht ansteigt und keinen zusätzlichen Stress verursacht.

 

Allerdings widerlegen neuere Studien aus Schweden und Kanada das

Durch die Überdehnung des Halses bei der Rollkur kann es zu Verletzungen kommen. Die Einengung der Ganaschen kann Schmerzen im Maul verursachen. Auch Erkrankungen an Halswirbeln und der Muskulatur können Folgen der Rollkur sein.

 

Außerdem leidet der Orientierungssinn der Pferde, da die Sicht stark eingeschränkt wird. Deshalb lehnt auch die Akademie für Tierschutz die Rollkur ab. Auf ihrer Webseite heißt es: „Diese Ausbildungsmethode ist aus Tierschutzsicht absolut abzulehnen.“

 

Die Deutsche Reiterliche Vereinigung regelt den Tierschutz in zwei Schriftstücken: Im Text „Grundausbildung für Reiter und Pferd“ und der „Leistungs-Prüfungs-Ordnung“. Ein Verbiegen des Pferdehalses unter Zwang entspricht demnach nicht mehr den Anfang 2013 überarbeiteten Richtlinien.

 

Dort heißt es: „Sobald die Kopf-Hals-Haltung gegen den Willen des Pferdes „erzwungen“ wird, ist […] eine vertrauensvolle Verbindung nicht mehr gegeben. Um dem Pferd stets die Möglichkeit zu geben, sich auszubalancieren, darf es in der Kopf-Hals-Haltung nicht eng werden.“ Der Kopf soll nach den überarbeiteten Richtlinien ständig senkrecht stehen.

 

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Rollkur – Was ist das?

Die Geschichte der Rollkur

Was ist erlaubt?

Trainingsmethode oder Tierquälerei?

Trainingsmethode oder Tierquälerei?

Was sagt die FN zum Thema Rollkur?

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