Wüstenmärchen
Insgesamt leben zirka 120 wilde Pferde in der afrikanischen Wüste. Die Zahl schwankt jedoch zwischen 89 und 149 in den letzten Jahren. Obwohl die Pferde manchmal etwas zerzaust und dünn sind, werden sie nur sehr selten krank und sind sehr robust.
Diese namibischen Wildpferde teilen sich eine Fläche von 350 km2. Das bedeutet jedes Pferd hat zirka 2,3 km2 für sich ganz alleine. Soviel Platz haben die wenigsten Pferde auf der Welt. Doch die klimatischen Umstände sind hart. Im Sommer kann es am Tag bis zu 50 °C heiß werden. In der Nacht ist es dann bitterkalt bis zu 0°C.
Geheimnisvolle Herkunft
Niemand weiß genau, woher die wilden Pferde stammen. Einige sagen, dass im 17. Jahrhundert Pferde importiert und ausgesetzt wurden. Vielleicht sind aber auch Soldatenpferde nach dem 1. Weltkrieg einfach dort vergessen worden. Fakt ist, dass sie sich als eigene Rasse weiterentwickelt haben und in der Wüste zu richtigen Wildpferden wurden.
Arbeit und Urlaub
Genau wie Menschen haben die Pferde Arbeits- und Urlaubsperioden. In der Dürreperiode beginnt die Arbeitsphase. Sie müssen sehr weit laufen um Futter zu finden und kehren nur alle 30 Stunden zur Wassertränke zurück. Wenn es geregnet hat und frisches Gras gewachsen ist, beginnt der Urlaub. Dann spielen sie viel und fressen nur nachts.
Wüste Namib
Namib ist der Begriff für den immer herrschenden Wind in dieser Landschaft. Danach wurde die Wüste benannt. Sie liegt an der Küste Südafrikas und ist ca. 2000 km lang und 160 km breit. Sie ist bekannt für ihre Diamantenmienen und die riesigen Sanddünen.
Fotos: slawik.com








