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Reiten & Pferde - Alles, was du wissen musst!

Du wolltest schon immer alles über Pferde wissen? Dann bist du hier genau richtig. Wir erklären dir die wichtigsten Begriffe rund um das Thema 'Reiten und Pferde'. Du kannst gezielt nach Stichworten suchen wie in einem Lexikon oder auch einfach nach Herzenslust herumstöbern.

Zähne

Pferde haben ein typisches Pflanzenfressergebiss. Die Vorderzähne sind an ihrer Grundfläche nicht schmal und kantig wie die Schneidezähne von Fleisch fressenden Tieren oder Menschen, sondern verhältnismäßig breit. Damit können Pferde Gras, Kräuter und Blätter fassen und mit einem kleinen Ruck abrupfen.

Mit der Zunge wird dann die Nahrung nach hinten in den Bereich der Backenzähne befördert. Die Pflanzen und Pflanzenteile müssen zerkleinert und zermahlen sein, bevor sie in den Magen wandern. Nur so werden sie aufgeschlossen und können schließlich im Blinddarm verdaut werden. Deshalb haben die Backenzähne (auch Mahlzähne genannt) so breite, flache Kronen.

Das kräftige Kiefergelenk macht beißende und mahlende Bewegungen möglich, sodass die Backenzähne wie kleine Mühlsteine wirken, wenn das Pferd kaut. Diese Zähne sind besonders tief im Kiefer verankert. Das Milchgebiss der Pferde hat 24 Zähne; die hinteren Backenzähne fehlen beim Milchgebiss noch. Das bleibende Gebiss (Dauergebiss) besteht aus mindestens 36 Zähnen. Männliche Pferde besitzen meistens noch vier weitere kleine Hakenzähne.

Bei Stuten sind diese Zähne selten; deshalb nennt man sie auch Hengstzähne. Dazu kommt gelegentlich noch ein Wolfszahn. Im vorderen Kieferteil sitzen oben und unten je sechs Schneidezähne. Die inneren zwei Schneidezähne nennt man auch Zangen.

Daneben liegt je ein Mittelzahn, und die jeweils letzten, äußeren Schneidezähne sind die Eckzähne. Danach folgen, wenn vorhanden, die Hakenzähne. Nach einer größeren Lücke in der Kiefern beginnt auf jeder Seite im Ober- und Unterkiefer die geschlossene Reihe der Backen- oder Mahlzähne. Sie werden unterteilt in je drei vordere und hintere Backenzähne. Die allgemeine zoologische Bezeichnung dafür ist Prämolaren = Vorbackenzähne und Molaren = Backenzähne.

Die bleibenden Zähne nutzen sich an der Reibefläche mit der Zeit ab. Die Natur hat jedoch vorgesorgt: Die Zähne schieben von der Wurzel her nach; die Lücken füllen sich im gleichen Maße mit Knochensubstanz. Die Wurzeln der Backenzähne sind jedoch deutlich länger und kräftiger als die Wurzeln der Schneidezähne. Die Oberfläche der bleibenden Schneidezähne verändert sich durch die Abnutzung im Verlauf eines Pferdelebens. In den Jahren nach dem Zahnwechsel sind die Zahnoberflächen queroval und haben Einbuchtungen im Zahnschmelz, die man als Kunden bezeichnet. Allmählich wird die Form rundlicher, und die Kunden reiben sich ab.

Im höheren Alter nehmen die Oberflächen der Schneidezähne eine etwa dreieckige Form an, und es können nochmals Schmelzeinfaltungen entstehen. Auch die Stellung der Schneidezähne verändert sich, je älter ein Pferd wird. Die Kiefer werden weniger elastisch und strecken sich nach vorn. Anfangs stehen die Schneidezähne meist senkrecht und genau aufeinander ideal für das Grasen.

Je älter ein Pferd wird, desto schräger stellen sich die Schneidezähne. Aus dem Beißzangengebiss wird ein Pinzettengebiss (mit einem zeitweiligen Einbiss der Eckzähne). Ältere Pferde brauchen daher meist länger zum Grasrupfen als ihre jüngeren Artgenossen. Gleichzeitig entstehen manchmal an den Backenzähnen durch den Kieferschub Haken, weil die Kauflächen auch hier nicht mehr genau aufeinander treffen. Diese Zahnhaken können die empfindliche Schleimhaut im Maul verletzen.

Oft kaut ein solches Pferd dann wegen der Schmerzen nicht mehr richtig, beschränkt das Fressen auf das Allernotwendigste und magert ab. Solche Haken kann ein Tierarzt abraspeln. Gelegentlich muss ein Zahn entfernt werden, weil sich z.B. eine Geschwulst im Kiefer gebildet hat. Dies ist meist eine schwierige Operation mit langwidriger Heilung.

Im hohen Alter ist die Zahnsubstanz aufgebraucht, und die Zahnstummel fallen aus. Ohne Zähne (oder mit starken Fehlbildungen der Kiefer wie ausgeprägtem Hechtgebiss und Karpfengebiss) kann ein Pferd nicht mehr genug oder gar nicht mehr fressen. Es muss langsam verhungern. In der Natur kürzen Raubtiere eine solche schlimme Endphase ab, indem sie alte geschwächte Tiere töten.

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