Eine wahre Geschichte
Das Mädchen mit dem schneeweißen Pferd
Die wunderschöne Geschichte von Franzi und ihrem Pony Felix konntet ihr bereits gekürzt in der Wendy lesen. Hier könnt ihr sie in voller Länge herunterladen und noch dazu gibt es ein exklusives Interview mit Franzi!

Felix, ein weißes Welsh-Pony ist Franzis erste große Liebe. Er ist immer für sie da - seit 11 Jahren schon. Doch schon bald legt sich ein dunkler Schatten über die Beiden und versucht, die Freundschaft zu zerbrechen...Um die ganze Geschichte zu lesen, klicke auf den Button, um sie dir herunter zu laden:
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Wendy hat mit Franzi gesprochen!

1. Denkst du noch oft an Felix? Wie geht es dir dabei?
Ja, ich denke noch sehr oft an ihn. Jeden Abend sage ich ihm „Gute Nacht“. Ich rede mit ihm, überlege, wie es ihm wohl geht, ob es wirklich einen Himmel gibt und ob er hören kann, was ich denke. Manchmal bin ich sehr traurig, wenn ich an ihn denke. Und manchmal bin ich auch glücklich! Dann, wenn ich zum Beispiel daran denke, was wir Lustiges zusammen gemacht haben.
2. Woran denkst du besonders gern zurück?
Am meisten in Erinnerung geblieben sind mir die Ausritte. Oft denke ich aber auch daran, wie ich einfach auf der Weide saß und ihm zusah, wie er mit Susi schmuste. Am schönsten sind aber die Momente, in denen wir ganz alleine waren.
3. Wie ist es für dich, deine Geschichte jetzt in der Zeitschrift zu sehen?
Es ist ein aufregendes Gefühl! Ich habe die Wendy als Kind schon geliebt und konnte es kaum abwarten, dass meine Mama sie mir mitbrachte. Es ist seltsam irgendwie. Als ich erfuhr, dass meine Geschichte veröffentlich wird und als ich dann noch sah, wie schön das geworden ist, da kamen mir die Tränen. Es ist so ein Gefühl der ungläubigen Freude! Allein die Tatsache, dass jetzt alle von Felix erfahren, ist Wahnsinn. Ich erzähle so gerne von ihm und ich bin so froh, andere daran teilhaben lassen zu können, was mich mit Felix so sehr verband.
4. Wann hast du angefangen, deine Erinnerungen an Felix aufzuschreiben?
Oh, das fing schon ganz früh an. Ich habe Tagebuch geführt und viel über ihn geschrieben. Richtig auf die Idee mit der Geschichte kam erst Mario Lichtenheldt, der mir ein sehr guter Zuhörer war. Er hat alles in die Wege geleitet, mich unterstützt und Erinnerungen geweckt, die ich schon längst vergessen hatte. Ich bin sehr dankbar, dass er das alles für mich getan hat.
5. Hat dir das Schreiben geholfen, mit dem Verlust fertig zu werden?
Ja, sehr sogar. Ich habe Gedichte für Felix geschrieben und immer, wenn ich traurig war, schrieb ich einfach. Es tat mir gut, alles aufzuschreiben, weil ich das Gefühl hatte, dass mich niemand versteht. Ich hatte etwas gefunden, was mir half, den Schmerz zu überwinden.
6. Hast du für dich selbst geschrieben oder für andere?
Ich habe nur für mich selber geschrieben. Die Gedichte zeigte ich erst viel später anderen. Und jedes Mal standen diesen Menschen Tränen in den Augen.
7. Was rätst du unseren Leserinnen? Wie kann man einen solchen Verlust am besten verarbeiten?
Am aller wichtigsten ist Reden. Einfach drüber reden, seine Gedanken aufschreiben und vor allem nie die schöne Zeit vergessen. Niemals den Schmerz in sich „hineinfressen“. Wenn jemand ein Tier oder einen Menschen verliert, ist es wichtig, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen, sich Zeit zu nehmen, um zu trauern. Und man sollte sich nie schämen, zu weinen, wenn einem danach ist.
8. Was willst du noch loswerden?
Ich möchte allen Leserinnen und Lesern sagen, dass ich ganz sicher bin, dass ihre Lieblinge da oben auf sie warten werden. Es gibt bestimmt ein Regenbogenland, in dem die Tiere wieder jung und gesund sind. Sie werden warten und sich freuen, wenn wir wieder glücklich sind. Ein neues Tier ist kein Ersatz, den wir uns aussuchen. Ich bin mir sicher, dass unsere Engel uns einen neuen Engel schicken, der uns glücklich machen soll. Und eines Tages wird der Tag kommen, da werden wir ein anderes Tier finden und spüren, dass es uns von unseren Lieben geschickt wurde, weil sie vielleicht eine viel zu kurze Zeit auf dieser Erde hatten und uns so wieder glücklich machen wollen. Nachdem ich im Dezember meine geliebte Hündin Whity nach 16 Jahren treuer Freundschaft einschläfern lassen musste, begegnete mir am nächsten Tag meine Hündin Emmely und ich wusste, dass sie es war. Ich wusste einfach, dass Whity wiedergeboren wurde in dieser kleinen Hündin. Und auch wenn es immer wieder weh tut, an Whity oder an Felix zu denken, so lasse ich den Schmerz doch zu, schaue zum Himmel und sage einfach nur Danke. Danke, dass ihr da wart, dass ihr mich geliebt habt und dass ich euch lieben durfte.
Vielen Dank Franzi, dass du so offen mit uns gesprochen hast!
Fotos: www.slawik.com (1), privat (2)








